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Matthew Smith




Matthew Smith, Butter, 2002


08. November - 15. Dezember 2002

 

Der britische Künstler Matthew Smith (* 1976) zeigt im Rahmen des Gallery Swap London-Berlin 2002 drei Videoarbeiten und vier Aquarelle, die während seines Berlin Aufenthaltes im Sommer dieses Jahres entstanden sind. Die Arbeiten setzen sich mit den Unterschieden zwischen künstlich, von der Werbung produzierten Landschaftsklischees und realen Orten auseinander.

 

Die Videoarbeiten zeigen ausgeschnittene „Landschaftscartoons“ von Lebensmittelverpackungen aus Berliner Supermärkten, die wie Kulissen vor den realen Parklandschaften des Volksparks Jungfernheide, des Viktoriaparks und des erscheinen. In der Bewegung der Wolken und der Geräusche des Stadparks bricht sich die Fiktion des „Cartoons“ in der realen Zeit der irdischen Parklandschaft. Die Idylle einer Dorflandschaft als Vehikel für den Verkauf von Produkten erweckt im Betrachter/Käufer eine Illusion der heilen Welt gleich um die Ecke, die Matthew Smith mit der urbanen Atmosphäre der Stadt verkoppelt.

In den Zeichnungen setzt sich das Thema der Videoarbeiten fort: Die künstliche Bildwelt aus dem Supermarkt wird Motiv der traditionellen Landschaftsaquarelle.